05.10.2021
raumwerk eröffnet Niederlassung in Düsseldorf. Nun heißt es nicht mehr nur raumwerk am Main, sondern auch raumwerk am Rhein.

holz.stahl.digital, Kreuztal
Stadtplanung, Wettbewerb

Von einer Industriebrache zu einem Quartier, in dem modernes Wohnen und Arbeiten vereint wird.

Die Industriebrache der ehemaligen Bender-Ferndorf Rohr GmbH in Kreuztal soll zu einem attraktiven Quartier umgewandelt werden, das den vielseitigen Bedürfnissen unterschiedlicher Alters- und Gesellschaftsschichten sowohl im Wohnen als auch im Arbeiten gerecht wird. Mit dem Projektnamen "holz.stahl.digital" wird die Zielsetzung des neuen Quartiers definiert: "Holz" als regionaler Werkstoff, "Stahl" als identitätsstiftendes Merkmal der Region und "digital" als Konzeptbestandteil der zukunftsfähigen smarten Lösungen.

Die neue Querhalle steht sinnbildlich für das Leitmotiv. Die filigrane Stahlkonstruktion der Halle wird als identitätsstiftendes Merkmal erhalten und in Szene gesetzt. Ergänzt wird die Konstruktion durch eine neue Holzrahmenkonstruktion mit mobilen Trennwänden, die vielseitige Nutzungsmöglichkeiten im Innenraum der Halle ermöglicht. Die moderne technische digitale Ausrüstung für das Gebäude spielt neben der Verwendung des lokalen Baustoffes eine ebenso wichtige Rolle, damit die diversen Nutzungsmöglichkeiten reibungslos stattfinden können. So entsteht eine harmonische Symbiose aus Tradition und Moderne und verbindet Stahl und Holz mit den digitalen Lösungen für eine Belebung der Querhalle und der Quartiersmitte. Die neuen Wohngebäude werden vorzugweise in Holzbauweise gebaut und können individuell angepasst werden.

Das neue Quartier wird von der neuen Veranstaltungshalle und der naturnahen Lage am Ferndorfbach geprägt. Die kompakte wie nachhaltige Konzeption greift dabei die Sequenzen Arbeiten, Wohnen und Freizeit auf und verbindet diese harmonisch miteinander, wodurch sich ein Quartier der kurzen Wege entfalten kann. Der kulturelle Treffpunkt mit der Querhalle und dem revitalisierten Bürokomplex wird arrondiert mit weiteren öffentlichen Angeboten und schafft einen dynamischen Nukleus, der gemäß dem Prinzip „People attract People“ einen attraktiven und lebhaften Platz schafft - auch über die Grenzen des Plangebietes hinaus. Die eingebetteten Wege- und Sichtbeziehungen zwischen den Freiräumen in den umliegenden Städtebau schaffen dabei Synergien und bilden die Identität des Quartiers in Symbiose mit seiner Historie.