10.06.2022
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Neckarauerstraße Mannheim
Architektur, Wettbewerb

Ein neuer lebendiger Stadtbaustein für Mannheim: Stadthaus trifft Gartenhaus

Das Gebäudeensemble wird zum lebendigen Stadtbaustein, der über die öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss mit Kita und Café in das vorhandene Quartier eingebunden ist. In den sechs Obergeschossen des Stadthauses sind insgesamt 71 Wohneinheiten untergebracht, die vorwiegend für Studierende vorgesehen sind. Alle Wohnungen werden über zwei durchgesteckte, natürlich belichtete Treppenräume erschlossen, die jeweils in Kurzlaubengänge übergehen. Diese ermöglichen eine effiziente Erschließung der kleinen Wohneinheiten, die Sicherung der baulichen Rettungswege und ein attraktives „Durchwohnen“ der Apartments zu beiden Gebäudeseiten. Im Vergleich zum Wohnungsangebot des Stadthauses richtet sich das Gartenhaus mit seinen Zwei- und Dreizimmerwohnungen in erster Linie an Paare und junge Familien. Auch hier sind die Wohneinheiten konsequent nach Südwesten zum ruhigen Innenhof hin ausgerichtet.

Das vorhandene Quartier soll an dieser besonderen Schnittstelle durch die Materialität und Wertigkeit der neuen Gebäudefassaden aufgewertet werden. Zur Neckarauer Straße hin präsentiert sich das Stadthaus in einem hellen sandfarbenen Klinker sowie bronzefarbenen Fensterelementen. Die Fassade erfährt mit der artikulierten Sockelzone und den Gesimsen aus Beton eine horizontale Gliederung, die dem Gebäude eine klassisch anmutende Wertigkeit verleiht.  Die plastische Durcharbeitung mit Vertiefungen in der Fassade gliedern die Großform des städtischen Blocks und sorgen für eine Ablesbarkeit der unterschiedlichen Hauseinheiten. Im Kontrast zur äußeren Stadtfassade steht die innere Hoffassade, die durch warme Materialien wie Holzwerkstoff und Putzflächen geprägt ist. Begrünte Rankgerüste als vertikale Fassadengliederung an den Loggien und Balkonen sorgen für ein angenehmes Mikroklima und gewährleisten als Sichtschutz auch hier die Privatheit für die Bewohner:innen.