05.10.2021
raumwerk eröffnet Niederlassung in Düsseldorf. Nun heißt es nicht mehr nur raumwerk am Main, sondern auch raumwerk am Rhein.

Heiligkreuzareal, Mainz
Architektur, Wettbewerb

Für dieses Projekt plante raumwerk ein Stadtquartier mit 150 Wohneinheiten auf dem ehemaligen IBM-Produktionsgelände in Mainz. Farbgebung und Materialwahl nehmen Bezug auf die Geschichte des Ortes und interpretieren Zitate aus der IBM-Firmengeschichte. Die markanten Ecksituationen der beiden kantigen Gebäude werden durch Rundungen akzentuiert und sind als eigene Typologie erkennbar.

Die offene Blockstruktur in Form windmühlenartig angeordneter Baukörper sorgt für gut belichtete Hofstrukturen und gut organisierbare Grundrisse. Durch das Öffnen der Blockränder und die verschränkte Anordnung der Baukörper entsteht ein räumliches Wechselspiel von offenen und geschlossenen Fronten, von Block-Außenseiten und Innenseite.

Ein gemeinsamer, farblich abgesetzter Sockel verbindet die beiden winkelförmigen Gebäudeteile zu einem nach außen hin gut ablesbaren Quartiersbereich. Auf dem Sockel ruhen helle, gegliederte, Baukörper, die durch behutsam gesetzte Vor- und Rücksprünge der Fassade plastisch gegliedert werden und den einzelnen Hauseinheiten nach außen hin eine ablesbare Adresse bieten. Jedes Wohnhaus erhält einen eigenen Zugang sowohl vom Straßenraum aus wie auch vom Innenhof.

Die einheitliche Farbgebung mit abgesetztem, grün-grauem Sockel und hellen, weiß-grauen Baukörpern verbindet alle Gebäudeteile mit einer übergeordneten Gestaltungsidee und formuliert somit den klassischen Wohnhof.
Die Farbgebung und Materialwahl nimmt Bezug zur Historie des Ortes und interpretiert Zitate der Firmengeschichte von IBM: die grün-kupferfarbenen Platinen und das metallische Verwaltungsgebäude finden eine Akzentuierung im Bereich des Sockels, der Schattenfuge und der wiederkehrenden Brüstungselemente.

Das Quartier bildet ein Stück Stadtgesellschaft ab. Frei finanzierte und geförderte Wohnungen kommen zu gleichen Teilen zum Einsatz und werden gemischt, wobei an jeweils einem Treppenhaus entweder freifinanzierte oder geförderte Wohnen angeordnet sind. Eine Ausnahme bildet das mittlere Haus 9 auf der Westseite, bei dem aufgrund des geforderten Mixes eine geförderte Wohnung angeordnet ist.