05.10.2021
raumwerk eröffnet Niederlassung in Düsseldorf. Nun heißt es nicht mehr nur raumwerk am Main, sondern auch raumwerk am Rhein.

Gymnasium Frankfurt Nord
Architektur, Holzmodul-Bauweise

Wie setzt man 250 Container so zusammen, dass eine Schule entsteht?

Europas größte Schule in Holzmodulbauweise steht im Frankfurter Stadtteil Westhausen. Das achtzügige Gymnasium mit Mensa und 3-Feld Halle bietet 2000 Schülerinnen und Schülern einen qualitätsvollen Ort zum Lernen, der alle Ansprüche hinsichtlich Orientierung, Komfort und Großzügigkeit erfüllt, obwohl es sich um ein Provisorium handelt.

Wie in vielen Ballungsräumen steigt in Frankfurt am Main mit der zunehmenden Bevölkerung auch die Zahl der Schüler*innen. Nach aktuellen Prognosen müssen jedes Jahr eine Grundschule und ein Gymnasium gebaut und eröffnet werden, um den Bedarf an Räumlichkeiten kurzfristig zu decken. Deshalb wurde innerhalb weniger Monate das provisorische Gymnasium Nord als modularer Holz-Beton-Hybridbau errichtet. Die Umwindung des ursprünglich als Erweiterungsfläche für den Friedhof Westhausen vorgesehenen Areals zum provisorischen Standort für das Gymnasium Nord, ermöglicht es der ARGE raumwerk und SPREEN Architekten, das dort befindliche Bestandsschulgebäude um drei weitere Schulbauten, eine Dreifeld-Sporthalle und eine Mensa zu erweitern. Seit 2018 wird das Ensemble in insgesamt drei Bauabschnitten errichtet. Der Entwurf sieht drei zueinander versetzte und über Eck verknüpfte Schulhäuser vor, die sich zur Geste der geöffneten Arme formieren. Neben der differenzierten Anmutung und der durchdachten Anordnung der Bauvolumina ist die innovative Beschaffenheit der Beton-Holz-Hybridmodule entscheidend: Sie vereint die Vorteile des ökologischen Holzbaus mit denen des Massivbaus und ermöglicht einen vorher nicht gekannten thermischen und akustischen Komfort. Trotz der kurzen Planungs- und Bauzeit steht die architektonische Qualität des Gebäudes im Mittelpunkt. Der regenerative Baustoff Holz erfüllt nicht nur die hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Ansprüche an Flexibilität.

Zusammenarbeit in der ARGE raumwerk + Spreen Architekten mbB.      

Fotografie: Brigida González | Thomas Koculak
Video:1000eyes

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