22.07.2019
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Wohn- und Geschäftshaus Friedensplatz
Stadtplanung, Rüsselsheim

Wie entsteht gemeinschaftliches Wohnen aus einer Gewerberuine?

Mit dem Abriss und Neubau des Areals Karstadt besteht die einmalige Chance, der Bedeutung dieses Ortes im Herzen der Stadt wieder gerecht zu werden und die ursprünglich Qualität der städtebaulichen Gesamtkomposition Marktplatz/Frankfurter Straße mit seinen inszenierten Hochpunkten Rathaus und Stadtkirche wiederherzustellen. Das Bauvorhaben nimmt eine exponierte Lage in der Innenstadt ein. Zum einen bildet es den östlichen Auftakt der Frankfurter Straße, welche in den Marktplatz als „gute Stube“ der Stadt mündet, zum anderen fasst es den Friedensplatz und bringt diesen zum Abschluss. Der Entwurf sieht daher eine differenzierte Zonierung des Bauvolumens für diese zwei Bereiche vor.

Die Frankfurter Straße ist geprägt durch eine durchgehend dreigeschossige Bebauung mit einheitlicher Traufkante sowie traufständigen Satteldächern mit Gauben (Nordseite/Marktplatz). Diese Gliederungselemente werden übernommen. 4. und 5. OG springen als Dachgeschosse zurück und sind durch vortretende Gauben gegliedert. Hierdurch behält die Stadtkirche ihre herausragende Stellung als Blickpunkt der Straßenachse. Die Fassadenabwicklung gliedert sich in vier ablesbare Hauseinheiten. 

Der Neubau definiert die nordwestliche Platzkante zum Friedensplatz. Dieser Platz ist durch den Wechsel hoher und niedriger Gebäude geprägt. Dies wird in der Zonierung zweier unterschiedlicher Fassadeneinheiten fortgeführt. Das neue sechsgeschossige Eckgebäude übernimmt dabei einerseits Geschossigkeit und Maßstab der Bahnhofstraße 8, vermittelt andererseits zum gegenüberliegenden denkmalgeschützten Seniorenhaus durch seine über Eck symmetrisch zurückspringende Fassade im 3.- 5.OG.