07.01.2020
1. Preis mit FLOW für den blaugrünen Ring Düsseldorf

Aus einer Kulturstadt wird eine städtische Kulturlandschaft
Stadtplanung, 1. Preis beim internationalen Wettbewerb „Blaugrüner Ring“ in Düsseldorf

Im Blaugrünen Ring fällt Kunst und Kultur im öffentlichen Raum in eins mit Stadtentwicklung. Der Stadtdurchschreitende kann sich auf einen fließenden Rundgang durch die Stadt begeben und erlebt dabei, wie sich der Mensch mit dem Stadtraum über Kunst, Kultur, Architektur und Natur verbindet. So entsteht ein „Flow of Ideas“. Aus einer Kulturstadt wird eine städtische Kulturlandschaft.

Lageplan blagrüner Ring

Entwurfsverfasser:

raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main (DE), (Stadtplaner, Architekten)

und

SEEHOF – Kunst im urbanen Raum, Frankfurt am Main (DE) (Kunst und Kulturkonzept / Stadtkuration) 


Projektpartner:

club L94, Köln (DE) (Landschaftsarchitekten)

BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.–Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE) (Verkehrsplaner)

rendertaxi architecture.visualisation, Aachen (DE), Barcelona (ES) (Visualisierung)

INEK – Institut für Klima- und Energiekonzepte, Lohfelden (DE) (Stadtklimaforscher)

faktory in Zusammenarbeit mit Studio 069, Frankfurt am Main (DE) (Creative Direction & Design)

Dr. Lisa Schülting und Simon Führer, BOKU Wien (Gewässerökologie)

Ries Creative. Consultant. Frankfurt am Main (DE) (Markenexperte)

Dr. Jan Kalblitzer (Digitale Gesundheit)

  

URBAN FLOW

Die Geschichte der europäischen Stadt ist eng verknüpft mit der Geschichte des öffentlichen Raums. Sie ist geprägt durch einen stetigen Wandlungsprozess. Für Düsseldorf ist nun die Zeit für eine neue Entwicklungsstufe erreicht. Es gibt übergeordnete gesellschaftliche Trends, einen Rückzug der Menschen aus dem öffentlichen Raum, eine fehlende Begegnung und Orientierung, einen unzureichenden gesellschaftlichen Diskurs, eine „Erstarrung“. Es ist an der Zeit, den öffentlichen Raum wieder neu zu denken.

 

DAS WASSER: DÜSSELDORFS LEBENSADER

Der Wandlungsprozess der Stadt ist motiviert durch den Rhein und die Düssel. Dort, wo Wasser ist, entsteht neues Grün, wird Ufer – Blau und Grün bedingen sich gegenseitig. Kunst wird hier eingeführt als Katalysator für Stadtentwicklungsprozesse: Das Freilegen der vergessenen Flussläufe und das Sichtbarmachen des „FLOWs“ sind künstlerisch inspirierte Interventionen im Sinne eines kuratierten Gesamtkunstwerkes: Stadtplanung, Architektur, Landschaftsarchitektur, Gewässerökologie, Verkehrsplanung und bildende Kunst arbeiten Hand in Hand: Die kuratorische Aufgabe wird geleitet von der Frage, welche Orte einer Akzentuierung bedürfen, einer Belebung, einer Erinnerung, einer Umwidmung durch Kunst und Architektur, wo will man das Potential der Kulturinstitutionen und mögliche Kooperationen untereinander im Außenraum durch temporäre Ereignisse, wo hingegen durch dauerhafte Installationen stärken? Bei der Ausdeutung der neuralgischen Punkte werden die geäußerten Wünsche der einzelnen Kulturinstitutionen sehr ernst genommen. Kunst kann leiten, bringt Orte miteinander in Verbindung, eröffnet neue Sichtweisen und Erfahrungen. Ziel des Wandlungsprozesses ist die Schaffung gelungener Aufenthalts- und Begegnungsorte durch Freilegung vorhandener Ressourcen, die reale Verknüpfung und Verbindung von Orten sowie Menschen und Institutionen. Die Düsseldorfer Kunsttradition ist die starke Ressource vor Ort. Kunst ist „responsive“ im ureigentlichen Sinne, sie entsteht für gewisse Orte im Auftrag der Stadtgesellschaft. Dieser Ansatz geht von einer tatsächlichen Untersuchung der Stadt und den Bedürfnissen ihrer Bewohner aus. Der Analyse folgt ein sensibler Umgang mit dem Vorhandenen, um dann Zusammenhänge herzustellen.

Stadtkurator: „Im Blaugrünen Ring fällt Kunst im öffentlichen Raum in eins mit Stadtentwicklung: Der Stadtdurchschreitende kann sich auf einen fließenden Rundgang durch die Stadt begeben und erlebt dabei, wie sich der Mensch mit dem Stadtraum über Kunst, Kultur, Architektur und Landschaftserfahrung verbindet. Erst so entsteht ein FLOW OF IDEAS. Aus einer Kulturstadt wird eine städtische Kulturlandschaft.“

Architekt: „Es ist an der Zeit die Europäische Stadt als Organismus zu begreifen, der im besonderen Maße dazu geeignet ist die anstehenden Herausforderungen und Dynamiken zu integrieren, der die traditionelle Trennung zwischen gebauter Stadt und sich wandelndem Naturraum zugunsten eines integralen und attraktiven Lebensraums für Mensch und Natur aufhebt.“

Bisher war das Bild der Europäischen Stadt geprägt durch eine Dualität; der Trennung von Natur und Stadt. Dieses wird ersetzt durch das Bild eines städtischen Organismus, aufbauend auf einem robusten Grundgerüst mit einer hohen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an zukünftige Entwicklungen und Wandlungsprozesse. Schlüssel für diesen Wandlungsprozess ist dabei die qualitative Aufwertung der öffentlichen Freiräume. Entgegen dem bisherigen Trend – dem Verschwinden echter öffentlicher Räume – werden städtische Freiräume mit hoher Anziehungskraft für die Stadtgesellschaft als Ganzes benötigt. Sie stärken als Begegnungsräume den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Zugleich entsteht die besondere Anziehung des Freiraums durch das Erlebnis der Einheit von Natur und Mensch. Klimatologische Anforderungen (Belüftung, Retention) sowie Aspekte der Artenvielfalt und Biodiversität werden dafür in Architektur, Stadtplanung und Kunstkonzept integriert. FLOW stellt zum einen ein integrales solides Grundgerüst für den Blaugrünen-Ring als Ganzes zur Verfügung, zum anderen eine Fülle spannender Einzelideen. Wann und wie sie umgesetzt werden ist Ergebnis eines kontinuierlichen Aushandlungsprozesses, der sich zukünftig im realen öffentlichen Raum des Blaugrünen Rings verankern soll.  Das Konzept differenziert zwischen sechs bereits heute vorhandenen unterschiedlichen Atmosphärräumen, die hierbei in ihrer Identität weiter ausgebaut und gestärkt werden sollen:  das „Ufer“ (Rheinufer), die „Agora“ (Kulturensemble aus Ehrenhof, Tonhalle, Kunstakademie und Fotomuseum), der „Garten“ (Hofgarten), die „Gasse“ (Mühlenstraße, Altstadt und Kulturinstitutionen K20, Kunsthalle Düsseldorf sowie die Oper am Rhein),  die „Allee“ (Königsallee) sowie die „Bastion“ (neuer zusammenhängender Parkraum im Bereich der südlichen Bastionsanlagen um den Schwanenspiegel)

 

DAS UFER 

Der Rundgang beginnt bei einer neu entstehenden und begehbaren Ikone, die sich am Ufer vor dem NRW-Forum über dem Wasser erhebt: Der goldene Ring am Rhein. Eine großartige Brücke und Freitreppe, die dem Spiel des Wassers jeden Lauf lässt, um als Gezeiten-Spektakel, Freilichtbühne, oder einfach Plateau zu dienen und gleichzeitig in seiner ikonischen Form als neues Wahrzeichen und Sinnbild des FLOWs für Düsseldorf Kraft zu entfalten. Der Ort steht in einer antiken Tradition des Versammlungsortes einer Stadtgesellschaft, der demokratischen Prozessen dient, der Diskussion, der Kunst, der politischen Verhandlung, der Kunsttradition, der Versammlung der Zivilgesellschaft und der Begegnung mit dem offenen Naturraum unter freiem Himmel als Inbegriff der Freiheit. Die elegant auskragende Konstruktion orientiert sich in seinen Abmessungen dabei an den umliegenden Anlegestellen und behindert nicht die Fahrrinne. Besonders spannungsvoll erscheint der Ort des bestehenden Fortuna Büdchens, an dem die Stadtgesellschaft zusammenkommt. Der vorgeschlagene Umbau der Oberkasseler Brücke zur Umweltbrücke verbindet die Uferpromenade mit dem gegenüberliegenden Rheinufer. Die Verlängerung des unterirdischen MIV-Tunnels setzt Flächen frei für den Ring und ermöglicht somit die Fortführung des Ufers nach Norden sowie den Anschluss des Ehrenhofs an das Rheinufer. Weitere Maßnahmen entlang des Ufers beinhalten die Stärkung und Inszenierung der drei Mündungspunkte der Düssel in den Rhein. Hier wird im Bereich des alten Hafens eine bessere Querungsmöglichkeit unter der Promenade sowie Gastronomieflächen geschaffen. Ein bisher von den Düsseldorfern vermisstes Badeschiff erhöht dabei die Sichtbarkeit dieses wichtigen Verbindungspunktes.

 

DIE AGORA

Der Ehrenhof wird einem sanften ‚Relaunch‘ unterzogen und darf ein Ort für die Inszenierung weiterer, dauerhafter Skulpturen namhafter Düsseldorfer Künstler werden, um der Bedeutung der Düsseldorfer Kunsthochschule auch im Außenraum noch mehr zu huldigen und sie öffentlich sichtbar zu machen. Die Reduktion des Querschnitts der Oberkasseler Brücke ermöglicht den Anschluss des Ehrenhofs über die Tonhalle hinweg mit dem Areal der Kunstakademie: ein großer, bedeutsamer öffentlicher Campus in Verbindung mit dem Hofgarten wird geschaffen. Das geplante Fotoinstitut ergänzt das neu geformte Quartier hochkarätiger Kultureinrichtungen. Ein neuer Platz erwächst, eine Agora, ein Kunstquartier, das von allen umliegenden Kulturinstitutionen, auch im Dialog untereinander und mit Nachbarschaftsprojekten für temporäre Kulturveranstaltungen genutzt werden kann. Die vorgeschlagenen Maßnahmen verbinden die Kunstakademie nicht nur mit den gegenüberliegenden Institutionen, sondern richten das Bauwerk erstmals mit seiner Schauseite nach Nordosten hin zum Hofgarten aus, das sich über eine grüne Freitreppe und zwei breite Querungen als Blickachsen zum Hofgarten hin öffnet. Hierbei wird der entstehende Platzraum gerahmt durch die Kulturkantine „Fette Ecke“ sowie das Gebäude des Fotoinstituts – ein markanter und weithin sichtbarer Hochpunkt. Das gegenüber der Akademie vorgeschlagene Werkstattgebäude ist zugleich Tribüne. Durch dieses Gebäudeensemble entsteht ein Freiraum, der als temporäre Freiluftoper genutzt werden kann, auch als Interimsmaßnahme für den Umbau der Oper.

 

DER GARTEN

Der Rundweg durch den Hofgarten wird durch bestehende und neue Wasserläufe geleitet und bietet die Begegnung mit vorhandenen Kunstwerken und dem historischen Landschaftsgarten. Das Wasser fließt nun in einem wiederbelebten Strom der Düssel durch den Hofgarten. Es entsteht ein neues Gewässer, welches sich von Osten bis in den nordwestlichen Teil des Hofgartens zieht und über einen inszenierten Wasservorhang an der Promenade im Rhein mündet. Das Gewässer ist mäandrierend angelegt, so dass Retentionsflächen entstehen, die einerseits Wasser aufnehmen und andererseits Verdunstungskälte abgeben. Der innerstädtische Biotopraum sorgt für eine Zunahme der Artenvielfalt und hat darüber hinaus einen positiven stadtklimatischen Effekt. Durch die Verlängerung des Rheinufertunnels wird der Hofgarten wieder an das Rheinufer, durch den Entfall der Brückenauffahrten wieder an die Kunstakademie angebunden. Der Betriebshof bleibt als wichtiger Versorgungspunkt für den Hofgarten am jetzigen Standort erhalten. Er wird jedoch funktional und gestalterisch integriert und stärker mit dem Park verwoben. Zum einen entsteht ein eingefasster Bereich für Gerätelagerung, Fahrzeuge und Aufstellmöglichkeiten für Container, zum anderen ein offen zugängliches Areal, das Teil eines definierten „Experimentierfeldes“ am Ehrenhof wird.

 

DIE GASSE

Die heutige Oper befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Grabbeplatz und Hofgarten und somit an einem bedeutsamen städtebaulichen Schnittpunkt des Blaugrünen Rings. Leider nutzt das derzeitige Opernhaus die Lagegunst des Standortes nicht aus: es verschließt sich zum Stadtraum. Durch einen Umbau ist diese Fehlstellung nicht zu heilen, weshalb ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle empfohlen wird. Erstmals orientiert sich das Gebäude nun zum Wasserlauf und trägt seinem Namen als „deutsche Oper am Rhein“ alle Ehre. Das neue großzügige Foyer ist sowohl Schaufenster zur Landskrone als auch räumliche Fortführung der Gasse und Abschluss des Grabbeplatzes. Das halböffentliche durchgrünte Foyer mit dem eigentlichen Opernhaus als eingestelltes Volumen, ist sowohl Innen- als auch Außenraum und stiftet vielfache inhaltliche und räumliche Zusammenhänge, die durch dauerhafte Kunstwerke an dieser Stelle erlebbar werden und gleichermaßen auf die unmittelbaren angrenzenden Kunstinstitutionen K20 und Kunsthalle Düsseldorf verweisen.

Lineare Wasserobjekte, die aus der Freilegung der verrohrten Düssel entstehen, ziehen sich von der Oper über den Grabbeplatz bis zum Einmündungspunkt der Düssel in den Rhein. Die Wasserobjekte tragen gerade in diesem steinernen Teil der Altstadt zur Aufnahme und Verdunstung von Regenwasser bei und schützen so vor Überflutungen. Der Gestaltung dieser Objekte und Orte kommt dabei eine besondere Rolle zu, da sie die Ablesbarkeit und Sichtbarmachung des Düssel-Laufs vom Hofgarten durch die Mühlenstraße hindurch zum Burgplatz stärken und somit eine gestaltete fühlbare Lebensader und Orientierungshilfe innerhalb der Stadtlandschaft kreiert. Ein weiterer Zirkel aus Wasser, der vorhandene und neue Orte miteinander verbindet, entsteht.

 

DIE ALLEE

Die Königsallee mit ihrem charakteristischen Stadtgraben und eindrucksvollem Baumbestand gilt als wichtiges Kulturdenkmal und Wahrzeichen Düsseldorfs und ist international als eine der führenden Einkaufsstraßen in Europa bekannt. Das Flow Konzept integriert die Flaniermeile und erweitert sie darüber hinaus zum Naturraum, der durch gezielte Maßnahmen auch die Nord-Süd Achse des Blaugrünen Rings stärkt. Die Düssel fließt hier parallel zum Rhein und ist zum jetzigen Zeitpunkt durch eine drei Meter tiefe Böschung und einen Zaun für den Stadtdurchschreitenden kaum erlebbar. Durch den Entfall der seitlichen Parkplätze und die Reduktion der Fahrbahnbreiten kann sich die Allee zum echten Boulevard entlang des Fließgewässers entwickeln. Es ergibt sich eine neue Zonierung des Straßenraumes und neue Aufenthaltsbereiche am Wasser entstehen. Vorgeschlagen werden Mulden-Rigolen, Versickerungssysteme und Tiefbeete, die das Oberflächenwasser abführen, zurückhalten, um es dann zeitverzögert in die Kanalisation wieder abzugeben. Neben der Versickerung weisen diese Systeme durch Bepflanzung auch gestalterische und identitätsstiftende Qualitäten auf. Treppenelemente führen an das Ufer und Stege auf der Düssel machen das Ökosystem Königsallee gezielt und punktuell zugänglich. Die Neugestaltung des Graf-Adolf-Platzes ist für das FLOW Kontinuum von besonderer Bedeutung. Als Gelenk zwischen den zwei Atmosphärräumen „Allee“ (Flanieren und Konsum) und „Bastion“ (Kunst- und Kulturgenuss sowie Aufenthalt am Wasser) ist der Platz als ‚Durchgang’ und Ort des ständigen Transits von Fußgängern, Fahrrädern und Autos definiert. Um die Ablesbarkeit des Platzes und die Orientierung vor Ort zu stärken, wird der südliche Abschluss der KÖ mit einem neuen Wasserplatz markiert. Dieser kann in trockenen Zeiten als urbane Interaktionsfläche dienen, bei Regenereignissen wird das Oberflächenwasser in ihm zurückgehalten. Der Raum und seine Nutzbarkeit als Sammelbecken oder Wasserspender verändert sich in Abhängigkeit der jeweiligen Wetterverhältnisse. Der Aspekt der Passage wird am Standort Graf-Adolf-Platz auch durch den Flusslauf deutlich: Das Wasser und die darin befindliche Tierwelt bahnt sich hier unterirdisch ihren Weg von der KÖ in den Schwanenspiegel. Sinnvoll erscheint an dieser Stelle diesen Aspekt der Passage durch eine künstlerische Intervention aufzugreifen. Insbesondere das Medium „Sound“ hat sich im offenen Stadtraum über verschiedene dauerhafte und temporäre Interventionen an Transitstellen bewährt, um diesen Orten eine Neuausrichtung und Umwidmung zu ermöglichen. Als Ideengeber und Akteur ist neben den Kunstmuseen vor Ort auch die Oper am Rhein denkbar.

 

DIE BASTION

Versteckt und fragmentiert liegen die Freiräume Schwanenspiegel und Spee‘schergraben bisher im Stadtraum. Durch die neue Verkehrsführung der westlichen Haroldstraße und die Reduktion der bisherigen Trasse zur Straßenbahnlinie können nun endlich diese beiden Seenflächen oberirdisch wieder miteinander verbunden werden. Die zusammenhängenden Wasserflächen sind sowohl für temporäre als auch dauerhafte künstlerische Interventionen spannend und bilden zusammen mit den angrenzenden Kulturinstitutionen im Blaugrünen Ring einen wichtigen Anzugsort der Kunst. Als neuralgischer Punkt wird ebenso der Vorplatz des Ministeriums für Wirtschaft, Innnovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW angesehen, der nicht nur den Anschluss an die beliebte Apollowiese herstellt, sondern auch eine Verortung und Sichtbarmachung des kontinuierlichen Ideenflusses als Innovationsquelle in Düsseldorf ermöglicht. Es wird zudem eine Erweiterung des „Bastionsparks“ nach Westen zum Rheinufer und nach Süden in das neu entstehende Stadtquartier Schwanencarée vorgeschlagen. Hier verbindet sich das Nutzungsdurchmischte Wohnquartier und der Blaugrüne Ring. Es entstehen markante Hochpunkte, die sich durch innovative und nachhaltige Bauweise in Holz-Beton-Hybrid Systemen auszeichnen und aufgrund ihrer Lage einen Wasser- und Grünraumbezug aufweisen. Das ehemalige Gelände des Polizeipräsidiums erfährt somit eine nachhaltige Aufwertung und wird in das städtische Gesamtkonzept integriert.


FLOW_Schrägluft Agora