GEORGSWERDER, HAMBURG Städtebau, Wettbewerb – 1. Preis

STANDORT: Hamburg-Wilhelmsburg,
Ortsteil: Georgswerder
FLÄCHE: Teilgebiet 1: ca. 3 ha – Dreieck Fiskalische Straße; Teilgebiet 2: Einzelgrundstücke – Niedergeorgswerder Deich; Teilgebiet 3: Kirchenwiese – ca. 9 ha
ZEITRAUM: 05/2014–07/2014
NUTZUNG: Wohnen, Gewerbe
LEISTUNG: Städtebauliches Gutachterverfahren
BAUHERR: IBA Hamburg GmbH, Am Zollhafen 12, 20539 Hamburg; Herr Hans Christian Lied Tel. +49 40 226 227 223

AUSGANGSLAGE:
Georgswerder zeichnet sich in seiner Insellage durch eine eigenständige Identität aus, welche vor allem durch zwei Eigenschaften positiv in Erscheinung tritt:
Erstens ist die besondere Lage zu nennen – eingebettet im Grünen mit direktem Naturbezug zum vielfältigen Landschaftsraum zwischen Dove-Elbe und »Energieberg«. Des Weiteren ist die kleinstädtische Prägung und Maßstäblichkeit – trotz zentraler Lage im Stadtgebiet Hamburgs – kennzeichnend für diesen Stadtteil und fördert die gewachsenen, lebendigen Nachbarschaften.
 Die im Folgenden vorgeschlagenen Entwicklungsmaßnahmen für die drei Teilgebiete knüpfen hieran an und führen diese behutsam fort.

PERLENKETTE:
Als »Straßendorf« – mit dem Niedergeorgswerder Deich als Rückgrad und Lebensader – hat Georgswerder Defizite in seiner baulichen Struktur aufzuweisen. Allem voran ist das fast vollständige Fehlen von Platzzonen und (klein-)städtischen, öffentlichen Freiräumen mit Aufenthaltsqualität zu nennen.
 
Hier setzt das übergeordnete Konzept der »Perlenkette« an, welche entlang des Niedergeorgswerder Deichs und des zukünftigen Entwicklungsgebietes »Kirchwiesen« neue Platz- und Aufenthaltsräume als wichtige Begegnungsorte schafft und untereinander verbindet. Die drei Teilgebiete entwickeln sich daher nicht »autistisch« und losgelöst – sondern fügen sich als Einheit zu einem Ganzen.

1. Teilgebiet »Fiskalische Straße« – Rang 1.
2. Teilgebiet »Niedergeorgswerder Deich« – Rang 1.
3. Teilgebiet »Kirchenwiese« – Rang 2.